50 Jahre Narrenbrunnen

Kommsch unter Jahr du mal vorbei,
wenn d‘ Fasnet no weit weg,
blieb e kleine Weile stehn
bi uns am Gassensteg.

Dein Narrenherz spürts jetzt gewiss
bruchsch gar nit überlege.
Du hörschs genau – wir sagen dir:
„NARRO – s goht degege!“

So „funktioniert“ der Wolfacher Narrenbrunnen nun seit 50 Jahren. 1970 am Schmutzigen Dunnschtig bei strömendem Regen wurde der Narrenbrunnen mit damals fünf Figuren eingewässert. Dieses Jubiläum muss natürlich gebührend gefeiert werden. Darum lädt die Freie Narrenzunft Wolfach alle Närrinnen und Narren ein zu Freibier und Musik. Ein kleiner Blick in die Geschichte gehört natürlich auch dazu. So kann die Grundsteinurkunde und die Schenkungsurkunde an die Bürger der Stadt verlesen werden. Der Festakt beginnt am Fasnetssamstag um 15.30 Uhr und dauern bis das Fass leer und der Sekt aufgebraucht ist. NARRO!

Neuaufnahmen 2020 bei den Alden Rungunkeln und Müller

In diesem Jahr werden die Alden Rungunkeln und Müller wieder neue Mitglieder aufnehmen. Bewerben können sich männliche Wolfacher, die das 18. Lebensjahr (Stichtag ist der 31.12.2020) vollendet haben. Außerdem sollten die Bewerber bisher schon aktiv an der Wolfacher Fasnet mitgewirkt haben. Bewerbungsformulare liegen aus bei Christian Keller – Brucker Optik, Hauptstr. 20 in Wolfach.

Anmeldeschluss ist Montag, 02. März 2020

Das Gremium der Alden Rungunkeln und Müller
Oberrungunkel Erwin Bächle

Schnurrsonntag in Wolfach – Änderung beachten

Am  Sonntag, den 16.02. heißt es in Wolfach wieder “Die Schnurranten sind los!” Am Nachmittag und Abend werden in diesem Jahr sechs Gruppen durch sieben Wolfacher Wirtschaften ziehen und mit Gesang und Reim glossieren, was im vergangenen Jahr so alles schief gelaufen ist. Wie man hört, haben sie wieder einige Streiche aufzudecken, die sie in wohl vorbereiteten Reimen und Liedern vorbringen werden. Geschnurrt wird in den bekannten Lokalen Flößercafe, Fortuna, Hecht, Krone, Salmen und Adler. Wieder dabei ist auch das Kreuz. Musik und Hansel mit den „Jungnarrenräten“ beginnen im Adler. In diesem Jahr beginnt das Schnurren um 14.30 Uhr gleichzeitig in allen Schnurrlokalen (außer Krone 15.10 Uhr).

E altes Lokal ist wieder da,
sperriger Name – egal – uns freut`s
mir schnurre gern in diesem Jahr
im Asia Sumo Sushi Haus Kreuz

E neue Name hot sich gebe
die jüngscht Schnurrantegrupp
Parisser Unfall Behörde heiße se,
abgekürzt einfach PUB

Die Akteure:
A - „PUB“ und Musik: Elias, Sebastian, Valentin Kopp; Jakob Zwikirs
B - Wunderfitz un Brägelschnitz: Anita Böhler, Hans Glunk, Bruno Heil, Bernd Schillinger
C - Die Kirchplatzschnallen: Anja Kopp, Heike Schamm, Georg Müller, Richard Steinhauser
D - Das Loch
E - Die Lückenfüller: Robert Buchholz, Klaus Heil, Didier und Katja Juillard,
Achim Müller, Hannes Schrempp
F - Combo Communale: Sebastian Carosi, Andreas Hauer, Benni Hiller,
Thomas Moser, Christian Oberfell
G - Die Pflasterfeger: Matthias Lehmann, Fabian Schmider, Mathias Kern

Der Ablauf – so etwa -

Narrenkammer geöffnet

An den kommenden beiden Samstagen, 15.02. und 22.02. ist die Narrenkammer jeweils von 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Utensilien für Schnurren, Festspiel, Umzüge u. a. können während dieser Zeit ausgeliehen werden. Zur Rückgabe ist die Narrenkammer am Samstag, 29.02. von 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Die Kämmerer bitten, die Zeiten einzuhalten, da sie noch zahlreiche weitere Aufgaben zu bewältigen haben.

Am Fasnetsfreitag ab 9 Uhr zum Bühnenaufbau und insbesondere am Aschermittwoch ab 10 Uhr ist jeder zusätzliche Helfer herzlich willkommen, da durch den Auf- und Abbau der Bühne mit Kulissen und die Räumung der Schlosshalle ein hoher Arbeitsaufwand entsteht.

Versammlung der Jungnarren ohne Eltern

Am Dienstag, dem 11. Februar findet die Jungnarrenversammlung statt. Sie beginnt um 17.00 Uhr in der Schlosshalle. Auch in diesem Jahr hat sich der Jungnarrenrat ein umfangreiches Programm für die Narrenversammlung des Narrensomens ausgedacht. Ihre Vorstellung ist es, in der Schlosshalle möglichst vielen Kindern gleichzeitig eine närrische Betätigungsmöglichkeit zu geben. Sie wollen die Kinder auf die kommende närrische Zeit einzustimmen und ihnen das Wolfacher Fasnetsbrauchtum näher bringen. Zu beachten ist, dass die Veranstaltung selber „elternfrei“ bleiben wird. Die „Großen“ können ihre jungen Narrole in der Schosshalle abgeben und hinterher wieder abholen. Deshalb ist die närrische Einstimmung auch erst für Kinder im Schulalter, frühestens ab etwa 5 Jahren, gedacht. Für eine Betreuung durch erwachsene Verantwortliche ist gesorgt. Spätestens gegen 18.30 Uhr endet das bunte Treiben. Dank eines Sponsors ist für die Kinder in diesem Jahr der Verzehr wieder frei. Die Organisatoren bitten die Eltern, ihren Kindern den Besuch dieser speziell für den “Narrensomen” organisierten Veranstaltung zu erlauben.

galerie:ortenau – Wolfacher Fasnet

Hier das exklusive Interview mit unserem Narrenvater Hubert “Vitus” Kessler in der galerie : ortenau – Das Magazin (ab sofort an allen bekannten Verteilerstellen kostenlos erhältlich)

“Bei uns kann jeder mithopsen” – der Wolfacher Narrenvater Hubert Kessler im Interview

Wolfach im Kinzigtal zählt zu den Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. galerie:ortenau stattete dem malerischen Städtchen einen Besuch ab und sprach mit Narrenvater Hubert „Vitus“ Kessler über die Fastnacht früher und heute, über Kindheitserinnerungen und Gänsehautmomente

Herr Kessler, was macht die Fastnacht in Wolfach besonders?

■ Es ist vor allem die Vielfalt der Häser und die Vielfalt der Veranstaltungen – das ist einzigartig. Wir haben außerdem eine reine Straßenfastnacht, keine Bälle. Bei uns findet alles auf der Straße und in den Wirtschaften statt. Das wird natürlich immer schwieriger, weil immer weniger Wirtschaften zur Verfügung stehen. Was auch eine Besonderheit in Wolfach ist: dass wir eine freie Narrenzunft sind. Bei uns kann jeder mitmachen und mithopsen, er muss nur ein entsprechendes Häs haben. Da frägt kein Mensch nach, ob der Mitglied ist oder nicht.

Die Wolfacher Fastnacht feierte bereits 200-jähriges Jubiläum. Wie kamen die Bräuche zustande?

■ Der ein oder andere Brauch hat sich sicherlich aus einer Laune heraus entwickelt. Man kann nicht einfach einen „Wohlauf“ oder einen „Nasenzug“ erfinden. Das sind zwei uralte Umzüge, die dann immer wieder weiterentwickelt wurden. Bei den Häsern ist es wieder etwas anderes. Das Uniformierte, also dass zum Beispiel alle Schellenhansel gleich aussehen, das ist erst zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg entstanden. Vorher haben die Leute gar nicht das Geld gehabt für so aufwändige Häs, da hat man vielleicht so was Ähnliches angezogen.

Welcher ist der älteste dokumentierte Fastnachtsbrauch in Wolfach?

■ Das ist die „Altweibermühle“, unser Festspiel, die wird nachweislich seit 230 Jahren aufgeführt. Aber ich bin davon überzeugt, dass es den Nasenzug vorher auch schon gab, der ist seit 1886 dokumentiert.

Da ziehen die Männer mit unterschiedlichsten aufgesetzten Nasen durch die Stadt. Welche Bedeutung hatte das?

■ Da gibt es unterschiedliche Interpretationen. Welche mir am wahrscheinlichsten vorkommt: Der Nasenzug geht ja durch sämtliche Winkel und Gassen und Beizen und findet statt kurz bevor die Fastnacht aufhört, am Dienstag. Da gucken sie dann nochmal in jedem Winkel, ob sie nicht doch noch Fasnet irgendwo finden und vertreiben können. Das ist, denke ich, der Hintergrund.

Es gibt in Wolfach auch eines der seltenen Häs mit Blechmaske

■ Der Spättlehansel. Der ist aber erst in den 1980er-Jahren wieder rausgekommen. Da gab es eine überlieferte Maske bei uns im Museum. Es war Josef Krausbeck, ein Historiker, der sehr rührig gewesen ist und etliche unserer Hansel wieder zum Leben erweckt hat. Und wissen Sie: Wir hätten noch viel mehr Hansel – es ist Wahnsinn!

Muss man alte Bräuche auch modernisieren und für das Heute anpassen? Haben Sie Beispiele?

■ Zum Beispiel der Mehlwurmhansel. Früher war das eigentlich der Hansl für die armen Leute. Da hat man ein altes Leintuch genommen und daraus den Hansel genäht. Das Gesicht ist nur mit Speckschwarte eingerieben worden und dann hat man in die Mehlschublade rein geblasen und der Mehlstaub ist hängen geblieben. Da hat es keine Holzmasken gegeben. Heute ist der Mehlwurmhansel aus einem festen, samtartigen Stoff und ist eigentlich wie ein Till Eulenspiegel. Das war so ein Punkt, wo wir gesagt haben: Wir müssen den Hansel neu gestalten, sonst stirbt er aus. Oder das Würstchen-Schnappen für die Kinder. Das können Sie heute aus hygienischen Gründen nicht mehr machen. Jetzt verteilen wir stattdessen jeden Fasnet-Dienstag 1000 Brezeln und 1000 Würstchen an die Kinder. Und auch die Bräuche und die Festspiele sind ja modern geworden, die sind an der Zeit, das lokalpolitische Geschehen wird immer mit aufgenommen.

Stichwort Nachwuchs – Wie stehen die jungen Leute zur traditionellen Fastnacht?

■ Toll finde ich, dass man in Wolfach von klein auf in die Fasnet reinwächst. Wir haben die jungen Leute hier, bis sie 14, 15 Jahre alt sind. Und dann gehen sie in die Umlandgemeinden, da gibt es dann die Partys mit DJ und das machen wir in Wolfach eben nicht. Also manchmal kommen wir auch um die Musik aus der Röhre nicht herum, aber dass man jetzt einen Abend hat mit speziell „Bumm-Bumm-Musik“ – so nenne ich das immer –, das haben wir nicht. Und da sind die Jungen dann erst mal weg. Komischerweise, wenn sie dann 23, 24 Jahre alt sind, da sind sie dann wieder da. Und sobald sie selber Kinder haben sowieso.

Gibt es eine eindrückliche Erinnerung aus Ihrer eigenen Kindheit?

■ Also ich war immer eine Hex, das war für mich das Größte. Man durfte ja in dem Jahr, in dem man Weißsonntag hatte, keine Fastnacht machen, das hat der Pfarrer verboten. Da hab ich mich natürlich nicht dran gehalten. Ich hab zu meiner Mutter gesagt: „Wenn ich meine Maske anhab, sieht ja keiner, dass ich das bin!“ Sie hat dann schwer gegoscht mit mir, aber das war mir egal.

Was ist Ihr persönlicher Gänsehaut-Moment bei der Wolfacher Fastnacht?

■ Was mich immer fasziniert, ist der Wohlauf. Wenn ich mit dem Wohlauf durch das Schlosstor ins Städtle reinlaufe und es schneit leicht, alles ist weißgepudert, da könnt‘ ich grad …das ist eine unheimlich tolle Stimmung!

(Interview: Tina Thiel)

 

MUSIKERBALL 2020

Die Stadtkapelle Wolfach informiert:

Wir, die Stadtkapelle Wolfach, laden euch recht herzlich zum Musikerball 2020 ein. Unter dem Motto „Show in the Snow“ werden wir am 08.02.2020, eisige Temperaturen in die Festhalle holen. Ihr werdet vollkommen in eine winterliche Atmosphäre eintauchen und in der Festhalle Wolfach eure Styles präsentieren können. Ob ihr als Schneemann Olaf, Rentier oder einfach im Apres-Ski-Modus kommt ist alleine eure Entscheidung.

Eine Live-Band, die dieses Jahr das Programm zum Besten gibt, wird euch passend zum Thema ordentlich einheizen. Direkt im Anschluss tischt Radio-DJ Josh Kochhann seine besten Platten aus unserer Almhütte heraus auf!

Neben unseren üblichen Bars wird es dieses Jahr auch eine „Auftau-Bar“ mit einer eiskalten Auswahl an Getränken geben. Passend zum Winter, erwarten euch leckere Weihnachtsmarkt-Speisen, mit denen ihr euren Hunger stillen könnt. Mit der „4-Schnapps-Tournee“ oder dem „Bierathlon“ hält auch der Wintersport in der Festhalle Einzug.Kommt vorbei und lasst euch die Party nicht entgehen! Bei unserer Happy Hour von 21 Uhr bis 22 Uhr könnt ihr 2 Getränke zum Preis von einem ergattern.

Eintritt: Vorverkauf – 4€ | Abendkasse – 6€ (Ausweiskontrolle)

Vorverkaufsstellen ab Montag den 20.01.2020 sind:
Sparkasse Wolfach – Geschäftsstelle Wolfach, Oberwolfach, Schapbach/Bad Rippoldsau
Bankhaus Faißt – Geschäftsstelle Wolfach,
Raiffeisen Kinzigtal – Markt Wolfach, Markt Hausach

Ihr sucht noch nach einer kreativen Idee für eure Verkleidung? Hier ein paar Ideen: