Großer Kehraus im Museum

Wolfach (die). Mit dem Aschermittwoch geht auch die Sonderausstellung "S' goht degege – Hinter den Kulissen der Wolfacher Fasnet“  des Vereins „Kultur im Schloss Wolfach“ dem Ende entgegen. An den Wochenenden 8./9. Februar und 14./15. Februar, ist die Ausstellung noch regulär jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am Wochenende 21./22. Februar ist dann der große Kehraus im Museum. Dann wird auch kein Eintritt mehr verlangt. Die zahlreichen Leihgeber werden gebeten, zum Kehraus ihre Leihgaben abzuholen. Wer am 21/22. Februar partout keine Zeit dafür hat, kann noch am Dienstag, 24. Februar, ab 19 Uhr zum Abholen kommen. Anschließend wird die gesamte Installation der Sonderausstellung abgebaut und die Dauerausstellung wieder eingerichtet. Wiedereröffnung des Museums ist dann am 29. März, also am Sonntag vor Ostern.

Neue Narrenfahne fürs Museum

Neue Narrenfahne vom Verein "Kultur im Schloss"

Diese neue Narrenfahne ziert jetzt das Fürstenberger Schloss.

Christian Oberfell überreicht rote Rosen ans kreative Fahnen-Team

Wolfach (die).  Rechtzeitig zu den Festspieltagen der Freien Narrenzunft Wolfach konnte der Verein  „Kultur im Schloss Wolfach“ auch die neue Narrenfahne für das Museum im Wolfacher Schloss hissen.

Bärbel Endres, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, hatte schon im Sommer mit dem Entwurf für das Prachtstück, parallel zu den Vorarbeiten für die Sonderausstellung „S' goht degege – Hinter den Kulissen der Wolfacher Fasnet“ begonnen. Die kreative Wolfacherin hat auch das Bemalen der Fahne selbst übernommen. Unter der Leitung von Heidi Oberfell, Chefin der Gruppe Näh-Art, entstand dann im Atelier am Mühlengrün die neue Fahne, die zur Hauptfasnet vom Ausrufen am 11. Februar bis nach dem Nasenzug am 17. Februar wieder das Schloss zieren wird.

Im Mittelpunkt der Fahne prangt die blau-gelbe Wolfsangel mit dem Gesicht des Narrogeists, einem  alten Wolfacher Fasnetsabzeichen aus den 1920er Jahren nachempfunden, auch Vorlage für das Sammlerabzeichen zu den Festspieltagen. Drum herum hat Bärbel Schmider (von oben nach unten) zwei hopsende Wolfacher Hansele, den Wohlaufma und eine sich anschleichende Rungunkel mit Farbe und Pinsel verewigt. Im roten Zipfel am Fahnenende erinnern die Initialen der Malerin und der Näherinnen an das kreative Fahnenteam des Vereins.

Bei der internen Feierstunde zur Fahnenhissung am Abend vor den Festspieltagen dankte Vereinsvorsitzender Christian Oberfell seiner Stellvertreterin Bärbel Schmider und den Näherinnen Heidi Oberfell, Charlotte Endres, Petra Stelzer, Traud Carosi und Lydia Endres für den enormen Einsatz und überreichte mit roten Rosen auch ein süßes Geschenk. Den beiden Technikern Hubert Kiefer und „Salzer“ Peter Plaasch, die dafür gesorgt hatten, dass die Fahne sicher gehisst werden konnte, überreichte er ein flüssiges Präsent.

Wolfacher Schüler fit für die Fasnet

Kultur im Schloss - Besuch der Wolfacher Grundschüler

Viel Spaß hatten Jungen und Mädchen der IV b beim Ausprobieren der närrischen Kopfbedeckungen im Museum. In der hintersten Reihe die Klassenlehrerin Katharina Huber und daneben Konrektorin Natascha Hettich.

Alle Grundschulklassen zu Gast im Museum -
Kreative Dankeschön-Karte

Wolfach (die). Wie fit die Wolfacher Schüler der Grundschulklassen für die kommende Fasnet sind, haben sie im Museum im Wolfacher Schloss bewiesen, wo sie dieser Tage, immer klassenweise, während der Unterrichtsstunden die Sonderaussstellung „S' goht degege – Hinter den Kulisen der Wolfacher Fasnet“ besucht haben. Auch die Halbmeiler Grundschüler und die Schüler der Förderschule werde n die Sonderausstellung noch sehen.

Die Mädchen und Jungen haben nicht nur die Wolfacher Fasnetssprüche drauf, die sie aus dem „Effeff“ aufsagen können, die Viertklässler beherrschen auch schon alle vier Strophen des „Wolfacher Durschts“, können Text und Melodie des Wohlauflieds, wissen, wie der Wolfacher Narrenvater heißt und aussieht, kennen auch den einen oder anderen Narrenrat, vor allem natürlich Nasenzuganführer Wilfried Schuler, bis 2014 Lehrer an der Grundschule.

Kreative Dankeschön-Karte der Grundschüler

Mit dieser Karte bedankte sich die Grundschule Wolfach für die Einladung der Schüler in die Fasnet-Sonderausstellung im Wolfacher Museum.

Die Klasse IV b kam beispielsweise nicht nur in Begleitung der Klassenlehrerin Katharina Huber, auch Konrektorin Natascha Hettich hatte die Schüler ins Museum begleitet und die Betreuerinnen mit einem tollen Geschenk überrascht. Alle Grundschüler hatten sich für eine Dankeschön-Karte vor der Schule aufgestellt und mit blauen und gelben Servietten das Wolfacher Wappen mit gelber Wolfsangel und blauem Wappenrand gebildet. Das Foto davon hatten sie auf die Dankeschön-Karte geklebt. Eine wirklich kreative Idee, über das sich die Museumsleute vom Verein „Kultur im Schloss“ riesig gefreut haben.

Natürlich war für die Grundschüler die Sonderausstellung mit den Video- und Audiostationen, der Hungerturm mit dem Narrogeist, die vielen Fotos und Exponate der Festspielgrupppen und der  Kasperle aus der Tonne ein besonderes Erlebnis. Viel Spaß hatten Mädchen und Jungen, als sie vor dem Zerrspiegel närrische Kopfbedeckungen ausprobieren durften. Mit dem Film „Die Altweibermühle“ von Horst Scharfenberg erlebten sie außerdem ein Stück Filmgeschichte und einen Blick in das Wolfach der 1960er Jahre.

Jetzt freuen sich die Kinder auf dem „Schmutzigen Dunschdig“, wenn sie nach der Schülerbefreiung an der Elfemess teilnehmen dürfen. Sie haben sich mit den Lehrern für dieses Jahr wieder tolle Themen ausgedacht, die sie närrisch umsetzen. Mehr wird aber nicht verraten.

Zum Aperitif ins Museum

Gemeinderat und Stadtverwaltung sahen Fasnetsausstellung

Bürgermeister Thomas Geppert

Bürgermeister Thomas Geppert genoss mit den Mitgliedern des Gemeinderats und der Stadtverwaltung sowie deren Partner den Apero im Museum, den sein Vorgänger Gottfried Moser aus der Cavalairer Magnunflasche spendiert hatte. (Foto: Margarete Dieterle)

Wolfach (die). Vor dem traditionellen Jahresabschlussessen trafen sich der Wolfacher Bürgermeister,  die Stadträtinnen und Stadträte, die Amtsleiter und ihre Partner am Mittwoch im Wolfacher Schloss, wo sie in der Flößerstube ihren Aperitif genossen und die Ausstellung „ S' goht degege - Hinter den Kulissen der Wolfacher Fasnet“ sahen. Da es sowohl im Gemeinderat als auch an der Spitze der Verwaltung 2014 einen Wechsel gegeben hatte, waren mit Bürgermeister Thomas Geppert auch sein Vorgänger Gottfried Moser und die 2014 ausgeschiedenen Stadträtinnen und Stadträte eingeladen. Gottfried Moser hatte für den Aperitif die Fünf-Liter-Magnum-Flasche Rosé-Wein spendiert, die er zu seinem Abschied von den Freunden aus der Partnerstadt Cavalaire bekommen hatte.

Kaffeetantenbuch

Petra Lein, Traud Carosi und Waltraud Vollmer (von links) in der Kaffeetantenecke der Sonderausstellung beim Betrachten des Kafffeetantenbuchs, für dessen Gestaltung Petra Lein großes Lob erhält. (Foto: Margarete Dieterle)

Christian Oberfell, Vorsitzender des Vereins Kultur im Schloss Wolfach, begrüßte mit allen Vorstandsmitgliedern die Gäste. Er freute sich, dass die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung so reibungslos funktioniert und wartete mit überraschenden Zahlen auf. Die Fasnetsausstellung zum Jubiläum der Freien Narrenzunft Wolfach ist die bisher aufwendigste und erfolgreichste des Vereins. Mit den Gästen der Stadt war am Mittwoch die Besucherzahl auf über 1500 angestiegen, was er als bisher einmaligen Erfolg für den Verein wertete. Außerdem kündigte er an, dass in diesem Jahr wieder eine große Weihnachtsausstellung in Planung ist. Unter dem Beifall der Gäste hatte Oberfell auch mitgeteilt, dass der Verein aus Eigenmitteln bisher rund 50.000 Euro in das Museum im Schloss investiert hat. Als jüngstes Beispiel stellte er die Anschaffung des Beamers für die Filmvorführungen in der Flößerstube und der  transportablen Museumsstühle für die Besucher vor.

Bevor die Gäste zum Jahresabschlussessen in das benachbarte Gasthaus „Hecht“ wechselten, hatten sie Gelegenheit, die Fasnetsausstellung zu sehen.

Damit war für den Verein aber noch nicht Feierabend. Mit der Gruppe „Signale“ der Katholischen Frauengemeinschaft Wolfach/Halbmeil hatte sich für den Mittwochabend eine große Schar Frauen angemeldet. Sie nahmen sich für die Ausstellung ausgiebig Zeit, studierten Filme, Fotos und Exponate, besuchten natürlich den Hungerturm und orderten in der Minibar das eine oder andere „Piccolöchen“.

Das Museum ist samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet drei Euro, die Dauerkarte zehn Euro.

1111. Besucherin der Fasnet-Sonderausstellung

Wolfach (die). Gleich mehrere Rekorde purzelten am Sonntag im Wolfacher Museum im Schloss. Mit Elfi Scheffold, Ehefrau des Hornberger Bürgermeisters Siegfried Scheffold, begrüßten Vorstandsmitglieder des Vereins „Kultur im Schloss Wolfach“ die 1111. Besucherin der Ausstellung „S' goht degege – Hinter den Kulissen der Wolfacher Fasnet“. Außerdem war der Sonntag, 11. 1. 2015, mit 112 Gästen der bisher besucherreichste Tag der Sonderausstellung, die am 14. November eröffnet worden war.

Die Jubiläumsgäste Siegfried und Elfi Scheffold mit Vorstandsmitglied Margarete Dieterle und den Ausstellungsbetreuern Lydia und Günter Endres (von links) vor der mit Fotos verzierten Eingangstür zum Filmtunnel. Foto: Conny Bachlmayr

Elfi und Siegfried Scheffold, die in der Eduard-Trautwein-Straße am Wolfacher Siechenwald wohnen, waren sichtlich überrascht, als sie an der Kasse mit einem Geschenk des Vereins und der Freien Narrenzunft Wolfach begrüßt wurden. Elfi und Siegfried Scheffold waren zu Beginn der 1980er Jahre nach Wolfach gekommen. Damals war Siegfried Scheffold Hauptamtsleiter unter Bürgermeister Hans-Peter Züfle. Seit 2001 ist er Bürgermeister in Hornberg.

Aber noch eine Überraschung gab es am Sonntag für die Vorstandsmitglieder und Museumsbetreiber im Schloss. Aus Waldkirch besuchte Monika Beck, geborene Daniel, mit Ehemann Hanspeter und Bruder Helmut Daniel die Sonderausstellung. Die gebürtige Wolfacherin hatte im 1962 gedrehten und 1963 aufgeführten Film „Die Altweibermühle“ von Horst Scharfenberg die Hauptrolle gespielt und sah sich das Filmdokument natürlich in der Flößerstube an. Dabei traf sie auch auf Bärbel Schmider, heute stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Kultur im Schloss Wolfach“ und damals als kleine Kaffeetante und junges Nussschalenhansele eine der vielen Wolfacher Mitwirkenden des Films.

Die beiden Wolfacher „Altweibermühlen-Filmschauspielerinnen“ Monika Beck (geborene Daniel) und Bärbel Schmider (geborene Endres) trafen sich am Sonntag im Museum. Foto: Margarete Dieterle

„Geküsst wird aber nicht“, hatte der Vater von Monika Daniel unter Vorbehalt seine Zustimmung zur Filmrolle gegeben, die die damals 20-Jährige nach einem Casting im „Grünen Baum“ erhalten hatte. Das Filmteam des Südwestfunks hatte ihr den Vorzug gegeben. Olga Schillinger, Elke Grieshaber und Elvira Schmider (Springmann) hatten ebenfalls am Casting teilgenommen. Ganze 150 Mark hatte Monika Daniel als Aufwandsentschädigung für die rund vier Wochen dauernden Filmaufnahmen bekommen. „Ich habe ja oft im elterlichen Friseurgeschäft gefehlt“ erzählte sie gestern. Weiterlesen