Sommerferienprogramm 2017 im Narrenschopf

Auch in diesem Jahr finden während d Sommerferien im Narrenschopf in Bad Dürrheim wieder öffentliche Führungen für jedermann statt. Die Themen „Fastnacht und Lokalgeschichte“, „Fastnacht zum Schmunzeln“ und „Fastnacht für Einsteiger“ richten sich an verschiedene Ziel- und Interessengruppen: So ist z. B. „Fastnacht für Einsteiger“ speziell für Familien mit Kindern konzipiert, während sich „Fastnacht und Lokalgeschichte“ an Personen wendet, die sich für die Kulturgeschichte der Fastnacht in einzelnen Orten interessieren.

Am 20. August wird im Rahmen des Lichterfestes der Stadt Bad Dürrheim eine Museumsrallye für Kinder veranstaltet, die ein eigenständiges Erkunden des Museums für kleine Entdecker ermöglicht. Nähere Information zum Lichterfest finden Sie hier: ttp://tourismus.badduerrheim.de/informieren/veranstaltungen/lichterfest.html

Alle Termine und Themen im Überblick finden Sie in der PDF (einfach auf das Bild klicken).

 

Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte e.V. und das Fastnachtsmuseum Narrenschopf Bad Dürrheim würden sich freuen, Sie bei dieser Gelegenheit im Narrenschopf begrüßen zu dürfen.

Alpenwanderung Alde Rungunkeln und Müller

Wolfach (pb) Einst kletterten die Alden Rungunkeln an Dachrinnen, Hausvorsprüngen, Fensterläden oder kurz allem was sich zum Klettern anbot hoch. Keine Hausfassade war vor den alden Wiebern sicher.

Heute erklimmen die buckligen Wieber die „Dächer“ der Alpen. Schon traditionell  stand kürzlich wieder eine Alpenwanderung im außernärrischen Rungunkelfahrplan; Spaß, kameradschaftliche Unterhaltung, beste Laune und Höhenrausch waren die Gradmesser der lustig-launigen Wanderschar. 22 rüstige Rungunkeln und Müller machten sich vom 14. bis 16. Juli  auf die Wanderroute vom Wildental über die Kemptner Scharte ins Gemsteltal. Dabei verhieß die Hinfahrt nichts Gutes! Bei Dauerregen glichen die Rungunkelgesichter am Freitag auf der Fahrt noch dem „Schramberger Bruele“.

Doch am Samstag hatten die „Schäfenverbrenner“ der Freien Narrenzunft Wolfach, regelrechtes Narrenglück. Ein vorsichtiger Blick aus dem Aparthotel und schon lichteten sich die Gesichter. Ohne Regen ging es nach kurzer Fahrt ins Kleinwalsertal zur Haltstelle Schwende. Vielleicht lag das gute Wetter auch am abends mit dem PKW „eingeflogenen“ Schirmherr, Bürgermeister Thomas Geppert. Über das Bergheim Moser, das wohl nur zufällig nach Thomas Gepperts Vorgänger benannt ist, wanderten Rungunkeln und Müller einträchtig ins Wildental. Nach dem bewirtschafteten Kiesweg war die Fluchtalpe auf 1290 Meter und damit der erste Aufstieg in Sichtweite. Schweißtreibend erklommen die närrischen Konditionswunder den Serpentinenanstieg.

Obwohl normalerweise eher auf Bier „programmiert“ war der atemberaubende Wasserfall am Ende des Anstiegs eine doppelt willkommene Belohnung. Kühle Erfrischung für den Körper und Blickfang für die Augen ging es für die 22 köpfige Wanderschar zur hinteren Wildenalpe auf 1777 Metern weiter. Herrlich war auch der anschließende Marsch über grüne Wiesen und das vor den Rungunkeln gelegene Hochtal.

Bei einer kleinen Verschnaufpause genossen die Alden Wieber und Müller die herrlichen Blicke ins Wildental, sowie auf das Bergmassiv von Schafalpenköpfe, Elfer – und Zwölferkopf. Die Wolken lockerten zwar immer wieder auf, doch mystisch aufsteigende Nebel verhinderten immer wieder die Sicht auf die faszinierende Bergwelt. Den Wanderern tat´s keinen Abbruch, schließlich stand vor den Wolfacher Kilometerfressern schon der nächste steile Anstieg auf die Kemptner Scharte bevor. Fortan war neben gutem Schuhwerk auch echte Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefordert. Zahlreiche mit Seilen unterstützte Abschnitte leisteten wertvolle und willkommene Unterstützung für die Sicherheit.

Als die 22 närrischen Gipfelstürmer endlich in 2103 Metern auf der Kemptner Scharte angekommen waren, konnten sie schon die Mindelheimer Hütte auf 2013 Metern Höhe ausmachen. Pünktlich um 12.00 Uhr hieß es dann auch verdiente Mittagsrast mit Stärkung. Der nächste Abschnitt für die Wanderschar war das Gemsteltal, ehe es nach einer kurzen Erholungsphase erneut bergauf ging. Mit dem Anstieg auf den Koblat in 2230 Metern war auch gleichzeitig  der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Als Belohnung für den vergossenen Schweiß riss dann auch der Himmel auf. Die immer besser werdende Sicht entschädigte für den deftigen Aufstieg. Blicke auf Widderstein, Allgäuer Alpen und den Bregenzerwald waren ein einmalig, herrliches Panorama. Die Alpen schienen sich nur für die Alden Rungunkeln und Müller majestätisch aufgebaut zu haben.

Weiter ging es für die alpinen Wolfacher unterhalb des Geißhorngipfels, vorbei an der „Sterzer Hütte“, einer Jagdhütte zur oberen Gemstelalpe auf 1694 Metern. Wanderführer Ewald Rauber, der die Tour zuvor abgelaufen war, hatte aber noch kein Erbarmen mit den schwerer werdenden Rungunkelwaden. In Kehren hieß es weiter steil hinunter  ins Gemsteltal und zur hinteren Gemsteltalhütte auf 1320 Metern zu wandern. Dort wurden die müden Wanderer herzlich von Sabine und Matthias zur verdienten Einkehr empfangen. Inzwischen war es 16.00 Uhr und das Aparthotel diente der verdienten Erfrischung, ehe sich die 22 Wolfacher zum zünftigen Abendessen versammelten. Sechs Stunden reine Wanderzeit ohne das Kemptner Köpfle und das Geishorn eingerechnet saß nun in den Gliedern der „buckligen“ alden Wieber. Trotz Terminstress ließ es sich Schirmherr Thomas Geppert, als selbst leidenschaftliche Rungunkel nicht nehmen ab 20.15 Uhr in die gemütliche Runde der Alden Rungunkeln und Müller zu stoßen.

Dank modernster Technik können die Rungunkeln im Nachgang mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. 17.95 Kilometer Wanderweg, 6,5 Stunden Laufzeit, von einer Ausgangshöhe auf 1202 Metern leisteten die „närrischen Gemsen“ 1234 Höhenmeter aufwärts und dann natürlich auch wieder nach unten. Spannend auch der Kalorienverbrauch von 5264 kcal, die beim Abendessen unbestätigter weise sofort wieder mit einem leichten Plus zugenommen wurden. Auch das mit 683 Gramm verbrannte Fett wurde vermutlich beim gemütlichen Teil direkt wieder in die ausgemergelten Rungunkelkörper zugeschossen. Beeindruckend auch, dass die Rungunkeln bei 38343 Schritten, 1092 Liter Sauerstoff verbraucht haben.

Wieviel Liter Bier und andere Flüssigkeiten die trinkfesten Wanderer verbraucht haben ist leider nicht überliefert. Überliefert ist aber, dass alle 22 Alden Rungunkeln, Müller und Schirmherr Bürgermeister Thomas Geppert zwei schöne, unvergessliche Tage gemeinsam hatten.

Schon jetzt heißt es „Holadijödeldihöh“ auf ein Neues 2018

Nach kurzer Nacht und Frühstück um „Acht“ rief nun das Walmendinger Horn zum Aufstieg für die Rungunkeln. Die ersten Kilometer machten die Wanderer mit dem Kleinwalsertalbus, ehe der Zaferna Sessellift die nun 23 köpfige Wanderschar auf die Sonnalp in 1420 Metern entschweben ließ.

Der Wanderweg führte dann über die Bühlalpe, Stulzalpe zum Walmendinger Horn auf 2039 Meter. Auch hier konnten die Rungunkeln wieder einen einzigartigen Blick auf die umliegende Bergwelt genießen.

Bei einer Einkehr auf der Restaurantterasse konnten sich die Wolfacher am herrlichen Panorama kaum satt sehen. Um die Kräfte zu schonen wurde zum „Abstieg“ die Walmendinger Hornbahn bevorzugt. Mit herrlichen Eindrücken starteten die Alden Rungunkeln und Müller am frühen Nachmittag wieder nach Wolfach, wo man die drei herrlichen Tage im Hotel „Krone“ noch einmal Revue passieren ließ.

Narrenkammerfest am 24.06.2017

Wie in den vergangenen Jahren regelmäßig durchgeführt, lädt die Narrenzunft Närrinnen und Narren und alle Freunde der Narrenzunft zum Narrenkammerfest ein. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr haben die Narrenräte wieder viele Preise zusammengetragen, die an die Besucher verlost werden. Man will mit dem Fest der großen Schar von Helferinnen und Helfern an der Fasnet einen kleinen Ausgleich für ihren Einsatz gewähren. Darüber hinaus ist aber natürlich jedermann und -frau und jeder Anhang herzlich willkommen, um in gemütlicher Runde im Kreise der Narrenschar einen geselligen Abend zu verbringen. Der Narrenrat wird mit Speis und Trank für das leibliche Wohl seiner Gäste sorgen. Durch die gemäßigten Preise soll dem Charakter eines Helferfestes Rechnung getragen werden. Am Nachmittag findet auch wieder eine Fußgängerrallye statt, zu der man sich allerdings anmelden sollte.

Das Fest beginnt am Samstag, den 24. Juni ab ca. 18 Uhr in und um die Narrenkammer in der Adlergasse. Die Stadtkapelle hat ihre Teilnahme zugesagt. Der Narrenrat würde sich freuen, bei diesem "Hock für alle" eine große Besucherschar begrüßen zu dürfen.

Fußgängerrallye beim Narrenkammerfest der Narrenzunft (24.06.)

Auch in diesem Jahr wird es zum Narrenkammerfest am 24. Juni wieder eine Fußgängerrallye geben. Dieses Jahr wird "PFIN04" die Organisation übernehmen. Voraussichtlicher Beginn ist zwischen 14:00 Uhr und 16:00 Uhr. Individuelle Startzeiten und weitere Details gibt’s mit der Anmeldung. Von jeder Gruppe werden ein Gruppenname und Kontaktdaten gebraucht. Anmelden kann man sich bei Susi Riester unter Tel. 07834/47226 oder per Mail an villa.riester@t-online.de.

Randgeschichten 2017 – Die Weibermühle in Mittenwald (Bayern)

Von Margret Schuler: Am 26. Februar 2017 (Fasnetssonntag) waren drei Wolfacher Mühlespieler in Mittenwald bei der Aufführung der dortigen „Weibermühle“.

Wir wollten sehen, wie das Schauspiel in Mittenwald aufgeführt wird.

Zuerst konnten wir die Mühle bestaunen, die von zwei Pferden auf einem Wagen durch die Stadt gezogen wurde. Begleitet wurden die Mühle und die Schauspieler von schaurigen Hexen und der Blaskapelle Mittenwald.

Auf dem Festplatz fand dann das Spiel statt. Der Müller und vier weißgekleidete Knechte warteten schon auf ihre Aufgabe. Im Vergleich zu Wolfach wurde nur am Anfang gesungen und gespielt. Dann wurde nur noch gesprochen. Die Sprache war für uns sehr schwer zu verstehen. Es wurde im Oberbayerischen Mittenwalder Dialekt in gereimten Versen gesprochen. Die einzelnen Männer, die ihre Frauen brachten, erzählten, was ihnen an ihren Frauen nicht gefällt und die Frauen wurden wie bei uns mit dem Kopf voran in die Mühle gesteckt. So wie in Wolfach kamen dann junge schöne Frauen vom hinteren Teil der Mühle heraus. In Wolfach fliegen während der Verwandlung die Fetzen aus der Mühle, in Mittenwald wird echtes Mehl herausgepustet. Die Frauen, egal ob alt oder jung, wurden nur von männlichen Darstellern gespielt. Im Gegensatz zu Wolfach gingen die verjüngten Frauen dann mit ihren Männern nachhause. Die Männer waren natürlich hoch erfreut. Einer schickte sogar sein aufmüpfiges Kind in die Mühle und bekam dann ein neues. Bei einer jungen Frau hat die Mühle gesponnen und hat gleich zwei geklonte junge Frauen ausgespuckt.

Der letzte Mann stellte Horst Seehofer dar, der Angela Merkel in den Trichter stecken ließ. Das war fatal, die Mühle streikte und Angela Merkel blieb im Trichter stecken. Die Mühle rumpelte und ächzte und war schließlich „kaputt“.

Mit einem Feuerwerk aus der Mühle wurde das Spektakel beendet.

Randgeschichten Fasnet 2017 – “Treffen der Generationen”

Zum närrischen "Treffen der Generationen" kam es am Schellementig im katholischen Gemeindehaus in Wolfach. Roland Schamm alias "Müllermeister Cyprian"  traf dort zusammen mit seiner Festspielgruppe der "Weibermühle" zufällig auf den Ehrennarro Walter Schmider (89).

Gemeinsam sangen sie zum Vergnügen der Narren im Saal "Allo mein Mühlrad wie der Wind" aus der "Weibermühle" sowie den "Wolfacher Durscht" und den "Hans". Schmider war von 1973 bis 1997 Schamms Vorgänger als Müllermeister Cyprian. Von 1973 bis 1998 war der "Schmider Walter" auch als Wohlaufsänger aktiv. Diese wichtige Rolle übernahm ebenfalls Schamm.

Danke an Frank Schrader für den Bericht und das Foto!!!

Neu im Online-Shop – Fotobuch “Altweibermühle”

Dieses Fotobuch widmet sich ganz dem ältesten Wolfacher Fasnetsspiel, der Altweibermühle. Aus einer Auswahl von mehreren Tausend  Bildern wurden die besten herausgesucht und in dem Fotoalbum verarbeitet. Über 100 Bilder aller Art hat Sigrid Schuler sorgfältig zu einem umfassenden Gesamtbild des Spieles gestaltet. In imposanten Szenen und beeindruckenden Nahaufnahmen wurde die ganze Vielfalt und Ausdrucksstärke des Spieles und der Darsteller dokumentiert. So entstand ein einmaliges Werk über dieses in der Fasnetslandschaft einmalige Schauspiel.

FOTOBUCH - Die Wolfacher Altweibermühle
Fotobuch, Hardcover, ca. 21,5 x 27,5, 26 Seiten in Fotoqualität, rund 100 Fotos. Die Altweibermühle ist das älteste Festspiel der Wolfacher Fasnet. Die erste Aufführung war 1787. Das Stück wird von der Freien Narrenzunft Wolfach alle fünf Jahre am "Schellenmentig", wie in Wolfach der Fasnachtsmontag genannt wird, aufgeführt, zuletzt 2017. Es handelt sich um ein Singspiel von Georg Anton Bredelin in verschiedenen Szenen. Am Spiel beteiligt sind über 50 Personen als Sing-, Sprech- und Spielrollen.  
Stückpreis: 32,00 EUR
(inkl. 7,00% Mwst. und zzgl. Versandkosten)
FOTOBUCH - Die Wolfacher Altweibermühle
Menge:

Fasnet-Videos 2017

Die Fasnet 2017 war für uns auch ein Experiment in Sachen Live-Video Übertragung. FACEBOOK bietet seit einiger Zeit eine Livestreaming Option an, die wir in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit unserem Zunftfotografen Marc-Leon Schwarzer (DANKE) erstmals ausprobiert haben. Insgesamt 8 Umzüge wurden live auf Facebook übertragen und mehr als 10.700 Personen haben bereits diese Videos angeschaut. Für all diejenigen, die nicht auf FACEBOOK sind, haben wir alle Videos in diesem Bericht verlinkt. Viel Spaß!!! 

Elfemess Nr. 3 (28.02.2017)

Festspiel Altweibermühle (27.02.2017)

Festumzug (27.02.2017)

Elfemess Nr. 2 (27.02.2017)

Kaffee Nr. 2 (25.02.2017)

Kaffee Nr. 1 (23.02.2017)

Elfemess Nr. 1 - leider ohne Ton (23.02.2017)

Fasnetausrufen (22.02.2017)

Bilder Fasnet 2017

Ab sofort sind die Bilder der Fasnet 2017 in unserem Bildlearchiv 2017 online. Auch in diesem Jahr möchten wir uns ganz besonders bei unseren beiden Zunftfotografen Marc-Leon Schwarzer und Horst-Dieter Bayer für die ganzen Bilder bedanken. Ohne euch würde es dieses Fotoalbum nicht geben.

Leider haben wir in diesem Jahr keine Bilder vom Kaffee Nr. 3 und dem Nasenzug. Falls jemand ein paar schöne Bilder gemacht hat, würden wir uns über die Zusendung sehr freuen. Aber nun viel Spaß mit den schönen Fotos (einfach auf das Bild klicken)!!!

Die Zunft im SWR Fernsehen!!!

SWR Fernsehen Logo

Die Freie Narrenzunft Wolfach ist auch in diesem Jahr wieder im Fernsehen zu sehen!

Dienstag, 28. Februar 2017 - 18:15 Uhr

SWR Fernsehen TV Programm Baden-Württemberg, Montag 16. Februar 2015

Fasnet in Wolfach - vom Wohlauf, den Nasenzüglern und Geldbeutelwäschern

Wolfach ist ein uraltes Narrennest und mit zwölf Umzügen vom Schmutzigen Donnerstag bis zum Aschermittwoch sind die Wolfacher Narren vorne mit dabei in der schwäbisch-alemannischen Fasnacht. Der eindrucksvollste Umzug ist der "Wohlauf" am "Schellemendig": Vor Tagesanbruch versammeln sich vor dem Schlosstor hunderte weißgekleideter Narren. Um Punkt 5.30 Uhr ertönt höllischer Lärm aus Hörnern, Pfeifen, Posaunen, Blechdeckeln, Stahlflaschen und Glocken. In seinem Bett liegt der Wohlaufsänger und wird in einem Karren durch die Stadt gezogen. An neun Stationen stimmt er dann sein Lied an: "Wohlauf! Wohlauf! Ihr Narren hört, vernehmt und wisst: Der Narrotag erstanden ist." Dienstags ziehen während dem "Nasenzug" mehr als dreihundert Männer mit Phantasienasen und Lärminstrumenten durch Wolfach. Verirrt sich eine Frau darin, wird diese gnadenlos in den Stadtbrunnen geworfen. Am Aschermittwoch erscheinen noch rund zwanzig Männer in Frack und Zylinder zur Mittagszeit zur "Geldbeutelwäsche". Am Stadtbrunnen waschen sie ihre leeren Geldbeutel und beklagen ihr Leid, dass die Fasnacht vorbei ist, dass sie blank sind und dass sie vielleicht auch ein bisschen liederlich waren in den närrischen Tagen.

Schnurrsonntag in Wolfach

Am kommenden Sonntag, den 19.02. heißt es in Wolfach wieder "Die Schnurranten sind los!" Am Nachmittag und Abend werden in diesem Jahr sieben Gruppen durch acht Wolfacher Wirtschaften ziehen und mit Gesang und Reim glossieren, was im vergangenen Jahr so alles schief gelaufen ist. Wie man hört, haben sie wieder einige Streiche aufzudecken, die sie in wohl vorbereiteten Reimen und Liedern vorbringen werden. Geschnurrt wird in den bekannten Lokalen Flößercafe, Fortuna, Hecht, Kreuz, Krone, Pietro, Salmen und Adler. Dabei wird das Gasthaus Kreuz von der Narrenzunft selbst bewirtet. In diesem Jahr beginnt das Schnurren wieder um 14.30 Uhr gleichzeitig in allen Schnurrlokalen. Musik und Hansel mit den „Pflasterfegern“ beginnen im „Pietro“.

Hier gibt es den Schnurrplan 2017 als PDF Dokument!