Fasnetausrufen

Ohne die modernen Medien dürfte früher das Ausrufen die wichtigste öffentliche Ankündigung kommender Ereignisse und damit auch der Fasnetsveranstaltungen gewesen sein. Ende des letzten Jahrhunderts kann man darüber Berichte finden. Anfänglich war es der Sonntag, später auch an anderen Tagen, an denen dies geschah, teilweise zu Pferd aber auch zu Fuß.

 

Aus diesen Anfängen wurde inzwischen ein stimmungsvoller Umzug am Mittwochabend. Zahlreiche Maskenträger begleiten den Herold des Grafen Konrad um die Stadt, der von der Burg herab den Wolfachern die Fasnet verkündet.

Es beginnt am Mittwoch vor dem Schmutzigen abends um 19 Uhr. Wenn es dunkel geworden ist, ziehen im Fakkelschein Landsknechte mit Pfeifern und Trommlern voran durch das Schloßtor in die Stadt ein. Sie begleiten die Burg. Von dieser Burg herab verkündet ein Herold des Guts- und Landesherrn „Wir, Graf Konrad zu Wolfach“ die Erlaubnis zur Fasnet. Dies geschieht an mehreren Stellen des Umzugsweges. Kaum ist dies geschehen, strömen die Hansel und Rungunkeln, begleitet von der Stadt- und Narrenkapelle und vom Narrenrat, hinter der Burg her, als hätten sie es nicht erwarten können und treiben ihre Späße. (Dies ist der einzige Umzug, an dem ausschließlich Hästräger teilnehmen.)