Rückblick: Alde Rungunkeln in den Alpen

Wolfach(pb). Außerhalb der fünften Jahreszeit packt die Alden Rungunkeln und Müller auch mindestens unterjährig einmal das Kletterfieber. Hängen die Alden Runkunklenn an der Fasnet landauf landab an Dächern, Balkonen und allem was sich sonst irgendwie erklettern lässt ist es im Sommer die schon fast traditionelle Alpenwanderung.

Für zwei Tage starteten vom 18. auf 19. Juli mehr als 20 Rungunklen und Müller zur Alpenwanderung ins Montafon.

Frühmorgens zu Wohlauftrunkener Zeit wurde "Rosenberger" Raststätte am Fuße der Alpen angesteuert. Ausgiebig gestärkt führte die muntere Busfahrt zum "Basislager" in Brand. Die Kabinenbahn der Lünersee Bergbahn ließ die "alten, buckligen Weiber, samt Müller auf 1976 Höhenmeter entschweben. Von der Douglashütte ging es per Pedes, ausgestattet mit Rucksack, Verpfelgung und Wanderstöcken entlang der Ostseite des Lünersees und unterhalb des Gafalljochs weiter über den Schweizertorweg auf 2330 Meter zum Verajoch.

Nach einer kleinen, aber wohlverdienten Rast visierten die Wolfacher Kletterexperten die Scharte am Schweizertor (2137m) als nächstes Zwischenziel an. Über ein Stück des Rätikon-Höhenwegs führte der letzte Wanderabschnitt des ersten Wandertages hinauf zum Öfapaß auf 2201 Metern. Von hier ergaben sich erste Blicke hinab in den Sporentobel und damit auch in Richtung des Nachtlagers in der Lindauer Hütte. Bis dahin hatten die Weibermühlenkletterer noch einen ambitionierten und anspruchsvollen Abstieg über 500 Höhenmeter zu bewältigen ehe die Lindauer Hütte auf 1744 Metern erreicht wurde.

Erschöpft aber aber restlos glücklich bezogen die närrischen Bergvagabunden aus dem Kinzigtal ihr Quartier ehe beim gemeinsamen Abendessen und anschließendem Hock die Erlebnisse des Tages und sonstigen Geschichten zum Besten gegeben wurden.

Auch am Sonntag hieß es für die eingeschworene Gruppe wieder früh aufstehen. Nach dem Bergfrühstück hieß es ab 08.30 Uhr der Lindauer Hütte den Rücken zu kehren und die Mittelstation des "Golmer Haus" im Montafon zu erwandern. Gute zwei Stunden Fußmarsch ehe die Rungunkeln und Müller bei herrlichem Wetter ihrer heimlichen Lieblingsbeschäftigung fröhnen konnten.

Ein ausgiebiger, gemütlicher Frühschoppen endete erst mit der Talfahrt der Golmer Bahn von Grüneck nach Latschau. Zwei Tage Bergwandern bei herrlichem Wanderwetter und über 1000 bewältigten Höhenmetern lassen jetzt schon auf durchtrainierte, kletterfreudige Rungunklen an der Fasnet hoffen.

Für die Teilnehmer der Alpenwanderung waren es auf alle Fälle zwei tolle Tage mit vielen Impressionen und Wandererinnerungen.